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Geschichte der Burg von Hammerstein PDF Drucken E-Mail
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Burg Hammerstein

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Die Überreste eines der Rundtürme der Ruine Hammerstein
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Die Überreste eines der Rundtürme der Ruine Hammerstein

Die Ruine der Burg Hammerstein steht auf einer 196 m hohen Anhöhe im Süden des Ortes Hammerstein am Rhein.

Die Anlage wurde im 10. Jahrhundert von den Konradinern erbaut und ist somit die wohl älteste Burg des Mittelrheintals. Die Burggrafen von Hammerstein lebten und walteten hier bis etwa 1417, ehe sich die Spur jenes Rittergeschlechtes aus genealogischer Sicht verliert. 1020 wurde die Burg durch Kaiser Heinrich II. zerstört, da Otto von Hammerstein sich nicht an die auf dem Reichstag von 1018 beschlossene Auflösung seiner Ehe mit Irmengard hielt und den Mainzer Bischof überfiel. Siehe auch Hammersteiner Ehe

Etwa um 1650 wurde die Burg im Kontext des 30-jährigen Krieges von kurtrierischen Truppen gesprengt und geschliffen, nachdem sie noch fünf Jahre nach Kriegsende in der Hand des Lothringischen Kommandanten von Hammerstein lag und erst ein immenser Aufwand vonnöten war, um sie einzunehmen. 1815 fiel die Ruine an Preußen.

Heute ist die Burg im Besitz der Freiherren von Hammerstein, welche die Ruine 1893 zurück erwarben.

Inhaltsverzeichnis

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Zeittafel zur Geschichte der Burg [Bearbeiten]

  • 1000 als Reichsburg genannt (wobei die Füllmauertechnik der Ringmauer sogar auf römischen Ursprung hindeuten könnte).
  • 1020 belagerte Kaiser Heinrich II. die Burg, weil der Graf Otto von Hammerstein (Gaugraf im Engersgau) eine kirchlich nicht anerkannte Ehe mit seiner Verwandten Irmingard eingegangen war (siehe Reichstag 1018). Am 26. Dezember gaben die Verteidiger ausgehungert die Burg auf; sie verfiel. siehe auch Hammersteiner Ehe
  • 1071 ließ Kaiser Heinrich IV. sie wiederherstellen.
  • Der Mönch Hilfebrand (späterer Papst Gregor VII.) wurde als Gegenspieler Kaiser Heinrichs IV. dort eingesperrt.
  • 1105 suchte Kaiser Heinrich IV. auf der Burg Schutz vor seinem Sohn Heinrich V.
  • 1125 wurden die Reichsinsignien auf der Burg aufbewahrt.
  • 1337 erhielt der Ort Hammerstein Stadtrechte.
  • 1417 starben die Burggrafen von Hammerstein aus, woraufhin die Burg als Reichslehen an das Erzbistum Trier kam.
  • 1632-46 besetzten die Spanier im Dreißigjährigen Krieg die Burg.
  • 1646-54 verwendeten Truppen des Herzogs von Lothringen die Burg für Raubzüge; sie wurden von Streitkräften aus Kurtrier und Wied vertrieben.
  • 1688 wurde die Burg von den Franzosen erobert und zerstört.
  • 1815 erhielt Preußen die Ruine.
  • Seit 1893 befindet sie sich im Besitz der Freiherrn von Hammerstein.

Literatur [Bearbeiten]

  • Romanhafte Aufarbeitung des so genannten Hammersteiner Ehestreits: Günter Ruch: Die Herrin von Burg Hammerstein, Droemer/Knaur, München 2006, ISBN 3-426-63390-6.
  • Werner Schönhofen: Hammerstein am Rhein. Rheinische Kunststätten, Heft 324. Neusser Dr. u. Verl., Neuss 1987, ISBN 3-88094-582-9.
  • Alexander Thon, Manfred Czerwinski: Mittelrhein. Die schönsten Burgen Deutschlands, Teil 2, CD-ROM. Kaiserslautern 2003. ISBN 3-936216-08-8.
  • Alexander Thon: ... ut nostrum regale palatium infra civitatem vel in burgo eorum non hedificent. Studien zu Relevanz und Gültigkeit des Begriffes „Pfalz“ für die Erforschung von Burgen des 12. und 13. Jahrhunderts. In: Wartburg-Gesellschaft zur Erforschung von Burgen und Schlössern in Verb. mit dem Germanischen Nationalmuseum (Hrsg:): Burgenbau im 13. Jahrhundert. München 2002 (Forschungen zu Burgen und Schlössern, Bd. 7), S. 45-72.
 
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